Sicherung der Einlagen beim Tagesgeldkonto

Die größte Angst eines Anlegers ist und bleibt der Verlust des eingesetzten Kapitals. Im Rahmen einer Kapitalanlage sollten deshalb nie die gesamten Ersparnisse zum Einsatz kommen. Und sobald größere Summen in gewinnbringende Investitionen fließen, minimiert eine gewisse Streuung die Risiken einer solchen Geldanlage. Aus diesem Blickwinkel heraus ist also das Verständnis für die Kapitalmärkte und die richtige Anlagestrategie eine der großen Sicherungsmaßnahmen, für die jeder selbst verantwortlich ist. Wie sieht es aber gerade beim Tagesgeld mit institutionellen Sicherheiten aus? Schließlich kann auch der Inhaber eines Tagesgeld-Kontos nicht über die die Zinsen der Geldanlage Tagesgeld bestimmen, geschweige denn über den Kurs der Bank.

Im Gegensatz zu Aktien oder anderen Wertpapieren entwickelt sich das Tagesgeld relativ unabhängig von der aktuellen Konjunktur. Schwankungen, die denen an Börsen oder anderen Handelsplätzen entsprechen, sind hier also in einem weitaus geringeren Rahmen zu erwarten. Risiken ergeben sich hier lediglich aus den Entwicklungen, welche die Zinsen am Markt durchlaufen. Um immer auf dem Laufenden zu sein, sollte man nach neuen Informationen suchen – auch beim Tagesgeld. Aktuell lassen sich die entsprechenden Zinsmitteilungen den täglichen Pressemeldungen entnehmen. Im Fall sinkender Zinsen kann Kapital umgeschichtet werden, entweder in unterschiedliche Wertpapiere oder andere Konten mit Tagesgeld. Beste Zinsen sind nur mit einer flexiblen Anlagestrategie erreichbar. Wie gestaltet sich aber die institutionelle Sicherung eines Tagesgeld-Kontos, falls das Bankinstitut einmal insolvent werden sollte? Diese Frage stellen sich nicht nur Bankkunden, die auf der Suche nach vorteilhaften Konditionen sind und sich für die Tagesgeld-Verzinsung entscheiden, sondern auch andere Anleger.

Hier gibt es verschiedene Sicherungsmechanismen, die den Anleger schützen können. Die Einlagesicherung über den Einlagensicherungsfonds ist hierbei wohl die bekannteste Möglichkeit, wie man den Sparer vor Verlusten schützen kann. Allerdings sind in diesem Zusammenhang lediglich Einlagen bis zu einem Wert von 20.000 Euro und davon auch nur 90% durch den Fonds gesichert. Daneben kann ein Teil des Geldes aber auch auf anderen Wegen durch Einrichtungen der Banken selbst vor einem Verlust durch Insolvenz gedeckt werden. Vor der Eröffnung eines Tagegeld-Kontos muss sich jeder Anleger deshalb frühzeitig über die einzelnen Sicherungssysteme informieren, da nicht alle Anbieter aus Deutschland stammen. Gerade bei Investitionen über Grenzen hinweg, zum Beispiel bei Tagesgeld aus Österreich oder der Schweiz, sind die Risiken erst anhand dieser Informationen kalkulierbar – und dass nicht nur beim Tagesgeld. Vergleiche zwischen den einzelnen Angeboten zeigen sicher schnell, an welcher Stelle Vorsicht geboten ist.