Tagesgeldkonto contra Festgeld

Eine dem Tagesgeld auf den ersten Blick ähnliche Kapitalanlage ist das sogenannte Festgeld. Betrachtet man sich in einem Vergleich zwischen beiden die Höhe der Zinsen, so sind die Unterschiede nur minimal. Fast könnte an dieser Stelle der Eindruck entstehen, dass es sich hier um zwei identische Formen der Geldanlage handelt. Bezieht man dagegen die restlichen Konditionen in den Vergleich mit ein, so werden die Unterschiede schnell deutlicher. Wie der Name Festgeld bereits nahe legt, handelt es sich dabei um eine Investition, die der Sparer bei einem Kreditinstitut tätigt und die über einen festgelegten Zeitraum angelegt wird. Über welchen Zeitraum sich die Laufzeit erstreckt, bleibt dem Anleger überlassen, sofern es sich um mindestens 30 Tage und maximal 360 Tage handelt.

Während dieser Zeit besteht leider keine Möglichkeit, über das Guthaben zu verfügen oder wie bei einem Tagesgeld-Konto Einzahlungen und Abhebungen durchzuführen. Nach dem Ende der verabredeten Laufzeit werden auf das Guthaben die Zinsen gutgeschrieben und der Anleger kann wählen, ob er das Festgeld verlängern möchte. In diesem Fall passt die Bank den Zinssatz an die momentane Marktsituation an. Gegenüber einem Tagesgeld-Konto hat das Festgeld den Vorteil, dass hier auch höhere Beträge zu einem durchaus attraktiven Zins angelegt werden können. Demgegenüber steht natürlich die Bindung an ein Finanzinstitut, da beim Festgeld nicht so einfach frei über das Kapital verfügt werden kann.

Erst nach dem Ende der Laufzeit steht das Guthaben zur Verfügung und kann entsprechend den Wünschen wieder neu eingesetzt werden. Somit geht beim Festgeld die Flexibilität eines Tagesgeld-Kontos weitgehend verloren.