Tagesgeldkonto contra Sparbuch

Die wohl bekannteste klassische Methode, um Geld anzulegen, ist das gute alte Sparbuch. Und trotz der langen Zeit, die diese Geldanlage bereits hinter sich gebracht hat, vertrauen immer noch viel Bürger darauf. Schließlich ist es eine der risikoärmsten Formen, in der Kapital bei einer Bank angelegt werden kann. Gerade ältere Menschen werden von den Strukturen und der Komplexität moderner Finanzprodukte häufig überfordert und vertrauen aus diesem Grund auf das Altbewährte. Daneben spielt hier aber auch der hohe Sicherheitsanspruch dieser Generation eine große Rolle bei der Entscheidung für ein Sparbuch.

Der große Nachteil, und dass vergessen viele Anleger immer wieder, sind beim Sparbuch aber die niedrigen Zinsen. Auf den ersten Blick erwirtschaftet man zwar immer noch einen Gewinn - auch wenn dieser klein ausfällt. Aber immerhin macht ja bekanntlich auch Kleinvieh Mist! Fließt aber die wachsende Geldentwertung in die Nutzenrechnung zum Sparbuch mit ein, wird schnell klar, wie hoch der wirkliche Wert eines Sparkontos ist – nämlich gleich Null. Fast immer macht der Anleger sogar Verlust, denn vermehrt sich das Guthaben um 1,5%, wird aber gleichzeitig mit 3% entwertet, bleibt am Ende nur ein dickes Minus unterm Strich. Daneben kann über das Kapital nur in einem eingeschränkten Umfang verfügt werden, was den tatsächlichen Nutzen für dringende Notfälle noch weiter reduziert. Die Alternative Tagesgeld-Konto punktet dagegen gleich zweimal.

Zum einen durch einen attraktiven Zins, der mit 4 oder 5% immer noch über der Inflation liegt. Somit erwirtschaftet das Tagesgeld also in jedem Fall zum Jahresende einen Gewinn. Und auf der anderen Seite steht das Guthaben jederzeit zur Verfügung, denn der Inhaber eines Tagesgeld-Kontos ist weder an eine Kündigungsfrist gebunden, noch darf er pro Monat nur einen bestimmten Betrag von seinem Kapital abheben. Droht einmal ein finanzieller Engpass, kann das Geld einfach und problemlos umgeschichtet werden.