Wichtige Begriffe beim Tagesgeldkonto

Referenzkonto, effektiver Jahreszins und EURIBOR – wer jetzt genau weiß, was gemeint ist, verfügt bereits über das notwendige Grundwissen, um sich in der Welt des Tagesgelds zurechtzufinden. Alle anderen sollten hier unbedingt weiterlesen, um genau zu erfahren, von welchen Begriffen gerade die Rede war. Leider kommen Geldanlagen ohne das gewisse Grundvokabular nicht aus, egal ob Tagesgeld oder Aktienhandel – wer sich hier zu spät mit wichtigen Begriffen auseinandersetzt, muss schnell finanzielle Verluste in Kauf nehmen.

Referenzkonto: Aufgrund der besonderen Eigenschaften, die das Tagesgeld auszeichnen, muss jeder Anleger über ein Referenzkonto verfügen. Es ist zwar möglich Geld anzulegen, Abhebungen für Konsumgeschäfte sind dagegen nicht vorgesehen. Erst mithilfe eines zusätzlichen Kontos können Einzahlungen und Abhebungen von einem Tagesgeldkonto durchgeführt werden. In der Regel handelt es sich hierbei um ein herkömmliches Girokonto, welches in den meisten Fällen nicht erst neu angelegt werden muss. Schließlich verfügt ein großer Teil der deutschen Bevölkerung bereits über ein solches Konto, um Gehalts- und Mietzahlungen abzuwickeln.

Zinszuschlagstermin: Ein weiterer und überaus wichtiger Punkt betrifft die Zinsen, welche Banken für Kapital auf einem Tagesgeld-Konto zahlen. Immer wieder tauchen in den Angeboten Angaben auf, die Auskunft darüber geben, zu welchem Zeitpunkt Zinsen für Tagesgeld gutgeschrieben werden. Aus mathematische Sicht handelt es sich hier also um die Zinszuschlagstermine, welche entweder im monatlichen, viertel-, halb- oder einjährigen Rhythmus gutgeschrieben werden. Bei drei Möglichkeiten stellt sich natürlich automatisch die Frage nach der optimalen Variante. Am höchsten wird die Rendite immer dann, wenn innerhalb eines Jahres möglichst viele Zuschlagstermine für ein Tagegeld-Konto liegen, da so der Zinseszinseffekt maximiert wird.

Mindesteinlage: Einige Anbieter der Geldanlage Tagesgeld bieten zwar vergleichsweise hohe Zinsen, aber erst ab einem bestimmten Kapital. Spricht die Bank etwa von einer Mindesteinlage von 20.000 Euro für hohe Tagesgeld-Zinsen, dann heißt dies nichts anderes, als dass der Anleger von diesem Guthabenzins erst nach dem Erreichen der 20.000 Euro-Grenze profitieren kann. Vorher wird das Kapital im Allgemeinen wesentlich schlechter verzinst. Ähnliches gilt für den Begriff der Maximaleinlage.

Referenzzins: Die Guthabenzinsen eines Tagesgeld-Kontos werden natürlich nicht von heute auf morgen nach den Wünschen der Banken festgelegt, sondern richten sich nach festen Marktgrößen und werden an diese Leitzinsen gekoppelt. Bewegt sich dieser nach oben, steigt auch der Zins für Kapitaleinlagen in Form von Tagesgeld. Sinken die Leitzinsen, schrumpft auch die Rendite auf dem Tagesgeld-Konto. Da die Referenzzinsen im Lauf eines Betrachtungszeitraumes immer wieder schwanken können, sollten sich Anleger in regelmäßigen Abständen über die Medien informieren, mit welcher Zinsentwicklung in den nächsten Tagen zu rechnen ist. An dieser Stelle ein Tipp – da für die Höhe der ausgezahlten Zinsen auch die variable Geldmenge eine Rolle spielt, sollten Zinshochphasen immer für Einzahlungen aufs Tagesgeld-Konto genutzt werden.